August 2010
Diese Nacht, kurz nach zwölf, ging es los mit dem Regen, und es hielt sich dran, fast die ganze Nacht. Zum Teil war der Regen so heftig, dass sogar ich davon aufwachte (vielleicht lag es aber auch am Gewitter...) Heute Morgen, kurz bevor es hell wurde, weckte mich Sandra mit den Worten "es regnet!". Ach nee, echt? Was sollte ich machen? Leider gibt es keinen Knopf zum Abstellen! Sandra meinte dann aber weiter, sie hätte geträumt, dass der Boden auf der Baustelle so durchweicht wäre, dass der Bagger in die Baugrube abgerutscht wäre. Nicht, dass ich in dem Fall mehr hätte ändern können, als bei der Regenfrage, aber ich konnte doch verstehen, dass sie mich geweckt hatte.
Aber nach dem Aufstehen wollte ich dann auch wissen, wie es an der Baustelle aussieht, und beim Brötchenholen bin ich eben schnell vorbeigefahren. Und was ich sah, beruhigte mich deutlich. Wie das Bild erkennen lässt, stehen zwar ein paar Pfützen (und es hat bis in den Vormittag hinein noch immer wieder heftige Schauer gegeben), aber die Ränder haben gehalten, nichts ist abgerutscht und anscheinend versickert das Wasser doch schneller, als wir (nicht zuletzt wegen des Bodengutachtens) vermutet haben.
Heute Nachmittag haben wir etwas vor, und dann fahren wir noch mal gucken, wie es aussieht, nachdem mittlerweile kein Regen mehr fällt.
So bekommen wir eine Vorstellung, wie schnell das Oberflächenwasser versickert, und das hilft uns bei der Entscheidung, ob, oder wie wir die Fragestellung zur Verlegung eines umlaufenden Drainrohres beantworten. Dazu gab es nämlich vergangene Woche bei dem Ortstermin mit Sachverständigem, Bauleiter und Bauunternehmer eine recht lange Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme, sowie deren Ausgestaltung. Die Drainung war ja vor allem geplant, um ein Kontrolleinrichtung darüber zu schaffen, ob sich Wasser unter/innerhalb der Kiesverfüllung rund ums Gebäude sammelt, und um im Notfall mit einer Pumpe dieses abpumpen zu können. Unser Sachverständiger hat einen anderen Ansatz: Er ist der Meinung, dass wir unseren Keller (WU-Beton) lieber zusätzlich abdichten sollen (Dickbeschichtung statt der eigentlich geplanten Folie, die seiner Meinug nach das Hinterlaufen von Wasser nicht sicher genug verhindert), und dann ist es aus seiner Sicht egal, wie viel Wasser da runterläuft. Wichtig ist dabei natürlich, dass alle Arbeiten sorgfältig ausgeführt werden.
Das kann er dann ja gleich prüfen, wenn er vor Verfüllung die Abnahme mit uns zusammen macht. Ich denke, er hat in der Sache nicht Unrecht, zumal wir, sollte in den Drainrohren Wasser stehen, welches abgepumpt werden müsste, dieses nicht in die Kanalisation einleiten dürften, wir die Drainrohre nicht mit Flexrohren verlegen sollten (Wellen), die Dinger gewartet sein wollen (regelmäßige Spülung), und wir irgendwie ein automatisches Konzept zum Abpumpen bräuchten (ich laufe bei flutartigem Regen jedenfalls nicht nach draußen, um die Pumpe einzuschalten - und dann u.U. festzustellen, dass sie gerade jetzt nicht tut.....). Und auch bei der techn. Ausführung wären einige Details nur aufwändig umzusetzen....
Auf der anderen Seite kann ich Sandra gut verstehen, dass sie nachSEHEN können will, was da unten los ist, denn der Bodengutachter empfiehlt das ja nicht einfach so. Als für mich guten Kompromiss wurde der Ansatz erarbeitet, dass wir an der gefährdetsten Stelle, der Abböschung vorm Keller-Hobbyraumfenster, einn 300er Rohr senkrecht bis auf Bodenplattenniveau geführt wird, durch das zum einen Oberflächenwasser abgeführt wird (und nicht gegen das Kellerfenster drücken kann), und zum anderen, zuminsest theoretisch, von dort auch weggepumpt werden könnte. Und nachsehen, ob Wasser ansteht, können wir so auch prima. Wir schlafen noch ein paar Tage darüber, nächste Woche entscheiden wir, ob wir es so machen werden.
Zuletzt geändert am: Saturday, 14th August, 2010 um 16:14
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Hier gibt es ein paar Bilder vom Baufortschritt... (mit Klick auf 'pictures' rechts kommt man über eine Bildlaufleiste direkt auf ein gewünschtes Bild)
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